Akupunktur

Akupunktur
(lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen)

meine Akupunktur-Ausbildung erfolgte bei Franz Thews, bei ihm habe ich neben einer Kompaktausbildung zusätzlich eine Jahresausbildung absolviert und die Ohrakupunktur erlernt.

Franz Thews ist seit ca. 30 Jahren in der Akupunktur tätig und hat mehrere Fachbücher zum Thema traditionelle chinesische Medizin veröffentlicht. Seit dem Jahr 2000 ist er Professor und Instructor in traditioneller chinesischer Medizin des Lu Zhou Medical College, Sichuan, China.

Bei einer Akupunktur, die nach den Grundsätzen der traditionellen chinesischen Medizin ausgeführt wird, steht die Behandlung des zu Grunde liegenden sogenannten Musters (Ursache) im Vordergrund. Dadurch kann die Akupunktur auch bei chronischen Krankheiten und auch in „schulmedizinisch austherapierten“ Fällen helfen oder Linderung bringen.

Insbesondere bei Schmerzen jeglicher Genese und orthopädischen Erkrankungen bietet die Akupunktur sehr wirkungsvolle Konzepte – egal ob diese akut oder bereits chronisch sind. Es ist für mich auch jedes Mal wieder schön zu sehen, wenn schon nach einigen Sitzungen Schmerzmittel reduziert oder abgesetzt werden können.

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch zehn Akupunktur-Sitzungen die im wöchentlichen Abstand durchgeführt werden. Die Behandlungsdauer je Sitzung liegt normalerweise bei 20 Minuten.

 

Häufig gestellte Fragen zur Akupunktur:

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und geht von der Lebensenergie des Körpers (Qi) aus, die auf definierten Leitbahnen, den so genannten Meridianen, zirkuliert und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Ein gestörter Energiefluss wird für Erkrankungen verantwortlich gemacht. Durch Stiche in die definierten Areale (Akupunkturpunkte) soll die Störung im Fluss des Qi behoben werden.

Die Wirkung kann bei bestimmten Indikationen durch die Moxibustion, bei der Wärme eingesetzt wird, verstärkt werden.

Wann ist Akupunktur geeignet?

  • Schmerzen jeglicher Art
  • Raucherentwöhnung und sonstige Suchterkrankungen
  • Funktionelle Störungen ohne organischen Befund
  • Psychogene Störungen
  • Allergische Erkrankungen
  • Kinderwunschbehandlung

Die Indikationenliste gemäß der Weltgesundheitsorganisation WHO finden Sie weiter unten auf der Seite.

Ist Akupunktur schmerzhaft?
Der Einstich ist meist schmerzlos. Auf der menschlichen Haut befinden sich jedoch in unterschiedlich dichter Anordnung sogenannte Schmerzrezeptoren. Wird ein solcher „gestochen“ gibt es einen kleinen Pieks, jedoch nicht vergleichbar mit dem Setzen einer Spritze, bei dem ein kleines Loch in die Haut gestanzt wird. Bei einer Akupunkturnadel wird hingegen das Gewebe nur zur Seite geschoben und verursacht daher keine Narben.

Beim Setzen der Nadel wird versucht eine sogenannte Sensation (chinesisch: De Qi) auszulösen. Dieses Gefühl variiert sehr stark von Mensch zu Mensch:
während der eine einen kurzen Stich, ein Ziehen oder eine leichte Elektrifizierung verspürt, wird meist eine zum Teil andauernde angenehme dumpfe Schwere gespürt.

Wer sollte keine Akupunktur erhalten?
Grundsätzlich wird bei Schwangeren keine Akupunktur durchgeführt.
Schwere fieberhafte Erkrankungen sollten schulmedizinisch behandelt werden.

Ist Akupunktur auch bei Kindern möglich?
Die Akupunktur kann problemlos auch bei Kindern und Babys durchgeführt werden.

1400xAkupunktur2Risiken:
Es werden sterile Einmalnadeln verwendet, eine Keimübertragung ist nahezu unmöglich. Wird bei der Akupunktur ein Blutgefäß angestochen, kann es zu einem Bluterguss kommen, insbesondere bei Personen mit Gerinnungsstörungen.

Kann die Akupunktur mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Selbstverständlich Ja. Sind Sie bei mehreren Therapeuten in Behandlung, sollten Sie dies jedoch vorher absprechen.

Ich hatte schon einmal Akupunktur und es hat nichts gebracht…

Mein Dozent pflegte dazu zu sagen: ich habe auch schon einem Kuchen gegessen – jeder weiß dass es bei Kuchen sehr große Unterschiede gibt – und diese Unterschiede gibt es auch bei der Akupunktur.

Es gibt leider einige Therapeuten, die Akupunktur anbieten, ohne über Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin, der trad. chin. Organlehre oder das Zang Fu System, zu verfügen. Deren Behandlung erfolgt dann nach westlichem Denken: diese Krankheit – dann dieser Akupunkturpunkt. Selbstverständlich kann dies auch helfen.

Die traditionelle chinesische Medizin sagt jedoch: eine Krankheit kann viele Ursprungsmuster haben und ein Muster kann zu vielen Krankheiten führen. Die Akupunktur nach der trad. chin. Medizin setzt immer auch an den (Ursprungs-) Mustern an und behandelt diese.

Kosten:

Erstkonsultation mit ausführlicher Befunderhebung und Akupunktur 75 Euro
Akupunktursitzung 26 Euro

Moxibustion zusätzl. 15 Euro
Schröpfen 10 Euro
Schaben Gua Sha 10 Euro

 

Auszug aus der Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Akupunktur

Respirationstrakt
Akute Sinusitis
Akute Rhinitis
Allgemeine Erkältungskrankheiten
Akute Tonsilitis
Bronchopulmonale Erkrankungen
Akute Bronchitis
Asthma bronchiale
Augenerkrankungen
Akute Konjunktivitis
Zentrale Retinitis
Myopie bei Kindern
Katarakt
Erkrankungen der Mundhöhle
Zahnschmerzen
Schmerzen nach Zahnextirpation
Gingivitis
Akute und chronische Pharyngitis
Gastrointestinale Erkrankungen
Oesophagus- und Kardial-Spasmen
Singultus
Gastroptose
Akut und chronische Gastritis
Hyperazidität des Magen
Chronisches Ulcus duodeni
Akute und chronische Colitis
Akute bakterielle Dysenterie
Obstipation
Diarrhö
Paralytischer Ileus
Neurologische und orthopädische Erkrankungen
Kopfschmerzen
Migräne
Trigeminusneuralgie
Facialisparese
Lähmungen nach Schlaganfall
Periphere Neuropathien
Poliomyelitislähmung
Morbus Meniere
Neurogene Blasendysfunktion
Enuresis nocturna
Intercostalneuralgie
Schulter-Arm-Syndrom
Tennisellenbogen
Ischialgie
Lumbalgie
Rheumatoide Arthritis

Written by Andrea